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Sozipod

„Man kanns nicht immer nebenbei laufen lassen, weil sonst verpasst man was.“

Einen festen Platz hat mittlerweile der Soziopod auf der Playlist. Darüberhinaus ist es einer der wenigen Podcasts, bei dem ich auch bis zu den frühen Folgen zurückging und auch bereits abgespielte Folgen noch einmal anhöre. Aber worüber schreibe ich hier eigentlich…

Was ist der Soziopod

Der Soziopod ist eine kurzweilige Art, soziologische Themen und philosophische Betrachtungsweisen in umgangsprachlich-erzählerischer Weise zu besprechen. Etliche Begriffe, die auf den ersten Blick selbsterklärend scheinen, sind auf den zweiten Blick betrachtet doch etwas vielschichtiger und definitionsbedürftig. Wo Philosophie und Soziologie bereits einiges an akademischer Vorarbeit geleistet haben, wird das bisherige Wissen für Laien verständlich umrissen. Aber anstatt hier in wissenschaftliches Geschwafel abzugleiten und an den Ohren akustischen Staub und Spinnweben zu hinterlassen, wird alles stets in den Alltag eingebettet. Sei es durch aktuelle Themen und Anwendungsmöglichkeiten, oder durch das Aufzeigen, wo sich Wissen und Glauben bereits überholt haben oder welche Schwächen die Theorien haben, die sich bis heute aufzeigten. Beispiele:

 

Wer ist der Soziopod

Der Soziopod „besteht aus“ Doktor Köbel aka Dr. Nils Köbel und Herr Breitenbach aka Patrick Breitenbach. Durch die Dynamik zwischen den Beiden wird die Sendung aka Sitzung, die selten kürzer als 90 Minuten ist, dermaßen kurzweilig, dass man am Schluss immer „och, schon vorbei?“ denkt. (Zum Glück hab ich noch genügend Folgen zum Aufholen). Doktor Köbel hat mal als Soziologe begonnen und ist nun Erziehungswissenschaftler, Herr Breitenbach ist Dozent und „digitaler Botschafter“ (sowas wie ein Neuland-Konsul?) an der Karlshochschule International University in Karlsruhe, Blogger und beschäftigt sich seit vielen Jahren autodidaktisch mit Soziologie, Philosophie, Wirtschaft und Politik.

Warum finde ich ihn gut

Ich bin ja kein Philosoph, genauso bin ich mit der Herangehensweise, mir philosophische Theorien zu erarbeiten nicht vertraut. Mich in Themen hereinzulegen endete mit nicht aufhören wollendem Gähnen oder Desinteresse. Scheinbar hab ich bisher kein Buch gefunden, was mir die Herangehensweise richtig erleichtert. Offenbar schient aber der Soziopod für mich das Medium zu sein, hier die ersten Schritte zu legen.
In einer komplett ideologisch wertungsfreien Art gehen die beiden Themen an, die sich im Alltag widerspiegeln und haben keine Angst vor den inhaltlichen Schwergewichten beispielsweise erkenntnistheoretischer Art. Damit meine ich, dass sie diese auch zunächst einmal so stehen zu lassen, um eine Theorie weiter zu entwickeln, um dann später darauf zurückzukommen, was es für Alternativen gibt. Dadurch ist es mir noch nie passiert, dass ich mich irgendwo verloren habe bzw. den Ausführungen nicht folgen konnte.
Man könnte jetzt natürlich auch soweit gehen zu sagen, dass der Soziopod eine angenehme Weise ist, ein Pflichtwissen mundgerecht serviert zu bekommen, das die Mindestvoraussetzung des humanistischen Menschen bildet.

Qualität – Audio, Regelmäßigkeit

Es ist sehr angenehm, den beiden zu lauschen. Die akustische Klarheit hilft beim Konzentrieren. Gelegentlich eingestreut werden Live-Folgen, bei denen sich die beiden nach einer anfänglichen Erörterung eines Themas den Fragen des Publikums stellen. Hierbei ist die Qualität natürlich den Umständen entsprechend.
Leider erscheinen die Sitzungen nur unregelmäßig, etwa in monatlichen Abständen. Das liegt aber auch daran, dass keine Themen erzwungen werden, sondern oft aus den aktuellen Ereignissen abgeleitet werden. Es gibt quasi Folgen, je nachdem wie hoch Bedarf nach „Lass uns reden…“ ist.

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